Bunte Hammerhütte e.V. – „Leben in der Hammerhütte“

Unter dem Übergriff ,,Leben in der Hammerhütte“ führt der Verein Bunte Hammerhütte e.V. ein prozesshaftes Projekt im Viertel ,,Siegen Hammerhütte“ durch.
Das Projekt gliedert sich in vier Schritte.
Auftakt des Projekts soll eine Stadtteilführung zum Thema historische Entwicklung innerhalb des Viertels sein. Ein Historiker führt hierfür eine Gruppe Interessierter Bürgerinnen durch das Quartier und veranschaulicht anhand von Gebäuden und markanten Orten die historische Entwicklung des Quartiers. Dabei sollen die im Viertel befindlichen Stolpersteine eine besondere Beachtung erfahren, indem an die damit verbundenen Schicksale, der zur Zeit des NS-Regimes vertrieben und ermordeten Menschen im Viertel erinnert wird.
In einem zweiten Schritt sollen Menschen aus dem Quartier zu lebensweltlichen Themen interviewt werden. Themenschwerpunkte der Interviews sollen ,,Biographien der Anwohnerinnen“, ,,Zusammenleben im multiethnischen Raum“, ,,Diskriminierungserfahrungen“ sowie ,,Teilhabemöglichkeiten“ im Quartier sein. Die Interviews sollen als Podcast über die Homepage des Vereins sowie gängige Podcastplattformen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
In einem dritten Schritt realisiert er Verein eine gemeinschaftliche, von Bewohner:innen des Quartiers gestaltete Kunstaktion. Die Aktion wird von einer Künstlerin vorbereitet und in einem partizipativen Prozess mit den Anwohner:innen umgesetzt. Das Projekt endet mit einer öffentlichen Abschlussveranstaltung im Quartier. Innerhalb derer findet eine Präsentation des Projekts insgesamt, sowie eine Ausstellung der Kunstaktion statt.
Für das Projekt werden im Vorfeld aktiv Teilnehmer:innen aus dem Viertel über Flyer, persönliche Ansprache und die Sozialen Medien geworben. Interessierte Bürger:innen aus anderen Quartieren sind ebenfalls herzlich eingeladen an dem Projekt teilzunehmen.
Das Projekt wird in Kooperation mit dem Historiker Peer Ball und der Künstlerin Mirjam Elburn durchgeführt. Darüber hinaus unterstützt Nina Gersdorf (Germanistin) die Podcastaufnahmen. „Leben in der Hammerhütte“ wird mit 2450 Euro aus den Mitteln des „Aktions- und Initiativfonds“ unterstützt.