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TÜDEV e.V. – Heimatpopulismus unter den Türkischstämmigen in Deutschland – Digitale Informationsveranstaltung

Tüdev beitragsbild

Der Türkisch-Deutsche Elternverein TÜDEV e.V. möchte mit seinem Projekt „Heimatpopulismus unter den Türkischstämmigen in Deutschland“ eine Austauschplattform eröffnen, um die Diskussionen zum Verständnis dieses brisanten Themas unter Einbeziehung der Türkischstämmigen und interessierter Menschen aus der Region Siegen zu unterstützen. Mit zwei Türkei-Experten wird sich der Verein dem Thema nähern. Dazu werden zu zwei aufeinander aufbauende Informations- und Diskussionsveranstaltungen per Videokonferenz eingeladen.
Zum Hintergrund: Mit steigendem Interesse der Türkischstämmigen an der türkischen Politik und der wachsenden Zustimmung für den derzeitigen Präsident Erdoğan ist eine spezifische Makrodynamik zu erkennen. Die hohe Betroffenheit dieser Gruppe in Deutschland wird durch die politischen Entwicklungen in der Türkei genährt. Dabei werden die gesellschaftlichen Umstände, mit denen diese Gruppe in Deutschland konfrontiert ist, genutzt, um sich mit dieser Einstellung als legitimer Protesthaltung zu positionieren. Diese größte Migrantengruppe in Deutschland steht unter-konflikthaften Forderungen zweier politischer Kräfte. Die deutschen Rechtskonservativen verknüpfen sämtliche Angelegenheiten der gesellschaftlich sozialen Rechtsansprüche und Staatsbürgerrechte mit der Frage danach, in wieweit diese Menschen sich den deutschen Werten verbunden fühlen und wie anpassungsbereit sie sind. Die türkischen Konservativen hingegen rufen sie auf, sich dem türkischen Staat verbunden zu fühlen und ihre “türkisch völkischen” und “islamischen” Werte zu pflegen. Seit geraumer Zeit wurde klar, dass die Türkeistämmige Bevölkerung sich unter diesem beidseitigen Druck mehrheitlich für die Avancen des türkischen Staates entschieden hat, aufgrund dessen wachsen die gereizten Reaktionen vonseiten der deutschen Öffentlichkeit. Die Gesellschaft befindet sich aktuell in einem Teufelskreis, aus dem sie dringend einen Ausweg finden muss.
Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit dem Verein für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen statt. Das Projekt wird mit 1360 Euro vom Bundesfamilienministerium im Rahmen von „Demokratie leben!“ gefördert.

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