Jugendabteilung Junges Theater Siegen e.V. – „Fremde.Heimat.Erinnerung“ Das Schicksal der Zwangsarbeiter im Siegerland während desNationalsozialismus

Am 15.12.2019 im Rahmen von GEHDENKEN im Bruchwerktheater und am 9.3.2022 im Rahmen eines Stadtgesprächs in der Martinikirche – sechs junge Darsteller*innen zeigen aufgrund von Recherchen erarbeitete Monologe von Opfern, aber auch von Tätern und Mitläufern des Verbrechens an Zehntausenden in unserer Region, die – oft als Kinder und Jugendliche- während des NS überwiegend aus Osteuropa zur Zwangsarbeit hierher verschleppt worden waren. Das Thema der Zwangsarbeiter*innen bewegt die Mitglieder der Jugendabteilung des Jungen Theater Siegens zum Handeln, zumal man Parallelen zu heutigen, durchaus mit unserem Konsum verbundenen Ausbeutungsverhältnissen, etwa bei Saisonarbeitern in der Fleisch- oder Baubranche oder zur Kinderarbeit sehen kann. Die sechs Monologe – ursprünglich für eine Livebegegnung mit Besuchern geplant- sollen nun für die zukünftige Erinnerungsarbeit in der Region verfilmt und in einen Featurefilm mit historischen Hintergründen zum Thema der Zwangsarbeit im NS in unserer Region eingebracht werden. Ein solches Dokument existiert bisher nicht. Die Einzelaufnahmen sollen zusammen mit den Rollups aus den Ausstellungen im Rahmen einer Sonderausstellung im Aktiven Museum für die Besucher*innen, sowohl einzelne wie für die Arbeit mit Klassen und Gruppen, zur Verfügung stehen. Der Jugendfond fördert dieses Projekt mit 2500 €.